Ful­mi­nan­ter Sam­mel­start auf dem Toll­wood in München

Radentscheid Bayern goes Tollwood

Mün­chen, 16. Juni 2022

Ers­ter Tag der Unter­schrif­ten­samm­lung auf dem Toll­wood erfolg­reich.
Meh­re­re Hun­dert Unter­schrif­ten gesammelt

Bereits am ers­ten Tag des Toll­wood-Fes­ti­vals war die Reso­nanz am Stand des Rad­ent­scheid Bay­ern so gut, dass inner­halb weni­ger Stun­den meh­re­re Hun­dert Unter­schrif­ten gesam­melt wer­den konnten.

Ange­sichts des Ein­zugs­be­reichs des Toll­woods haben nicht nur Besucher:innen aus der Regi­on Mün­chen und Süd­bay­ern unter­schrie­ben, son­dern z. B. auch aus Zirn­dorf oder Zwiesel.

In den meis­ten Fäl­len war die spon­ta­ne Reak­ti­on auf die Anspra­che: JA, die baye­ri­sche Staats­re­gie­rung soll­te mehr dafür tun, dass die Ver­kehrs­si­cher­heit für Radfahrer:innen ver­bes­sert wird (= Visi­on Zero) und über­ört­li­che Ver­bin­dun­gen durch­gän­gig auf glei­chem Qua­li­täts­ni­veau aus­ge­baut werden.

Die Sam­mel­kam­pa­gne wird bis Mit­te Juli auf dem Toll­wood-Fes­ti­val wei­ter gehen.

… aber auch in vie­len ande­ren Städ­ten und Gemein­den star­ten in den nächs­ten Wochen Sammelkampagnen.

Falls kei­ne kei­ne Kam­pa­gne vor Ort statt­fin­det, kann auch bei Sam­mel­stel­len unter­schrie­ben werden.

Sam­mel­start beim Rad­ent­scheid Bayern







Pres­se­mit­tei­lung

Sammelstart Radentscheid Bayern

Sam­mel­start beim Rad­ent­scheid Bayern

Am 16. Juni fällt der Start­schuss für die Unter­schrif­ten­samm­lung beim „Rad­ent­scheid Bay­ern“. Mit die­sem Volks­be­geh­ren, hin­ter dem ein star­kes Bünd­nis an Ver­bän­den und Par­tei­en steht, soll im Frei­staat end­lich der feh­len­de Rah­men für eine ech­te Rad­ver­kehrs­för­de­rung geschaf­fen wer­den. Inner­halb der nächs­ten Woche star­ten bay­ern­weit in über 20 kreis­frei­en Städ­ten und Land­krei­sen Sam­mel­ak­tio­nen, dar­un­ter auch am Münch­ner Tollwood-Festival.

Mün­chen, 14. Juni 2022 – Nach­dem die For­de­run­gen des „Rad­ent­scheid Bay­ern“ Anfang Juni erfolg­reich der Öffent­lich­keit vor­ge­stellt wur­den, ist nun alles bereit für den Start der Sammelaktion.

Beginn der Unter­schrif­ten­samm­lung ist am 16. Juni am Münch­ner Toll­wood-Fes­ti­val, wo wir bis 17. Juli sam­meln. Dar­über hin­aus star­ten inner­halb der kom­men­den Woche in vie­len wei­te­ren Städ­ten und Gemein­den bay­ern­weit Sam­mel­ak­tio­nen. Es grün­den sich flä­chen­de­ckend loka­le Bünd­nis­se, die das Netz­werk an Sam­mel­stel­len (https://radentscheid-bayern.de/mitmachen/sammelstellen) zeit­nah ergän­zen wer­den. Die Auf­bruch­stim­mung ist in ganz Bay­ern zu spü­ren. Geplant ist der Abschluss der Unter­schrif­ten­samm­lung im Spätherbst.

Zie­le für den Radverkeh

Der für ein Volks­be­geh­ren erfor­der­li­che Gesetz­ent­wurf des Bünd­nis­ses ver­folgt kurz gefasst fol­gen­de Zie­le für eine bes­se­re und siche­re Rad­in­fra­struk­tur:
· 25% Rad­ver­kehrs­an­teil bis 2030
· Bedarfs­ge­rech­te, siche­re Rad­we­ge
· Visi­on Zero im Stra­ßen­ver­kehr
· Vor­rang für den Umwelt­ver­bund
· Mehr Rad­schnell­ver­bin­dun­gen
· Flä­chen­ver­sie­ge­lung sorg­fäl­tig abwä­gen
Im Detail nach­zu­le­sen hier: https://radentscheid-bayern.de/ziele

Hin­weis für Redak­tio­nen
Bild­ma­te­ri­al fin­den Sie hier.

Über das Bünd­nis
Das Bünd­nis „Rad­ent­scheid Bay­ern“ wur­de vom All­ge­mei­nen Deut­schen Fahr­rad-Club (ADFC) Bay­ern, vom baye­ri­schen Lan­des­ver­band des Ver­kehrs­Club­Deutsch­land (VCD) und den 11 kom­mu­na­len baye­ri­schen Rad­ent­schei­den (Augs­burg, Bam­berg, Bay­reuth, Erlan­gen, Frei­sing, Mün­chen, Nürn­berg, Neu-Ulm, Regens­burg, Rosen­heim, Würz­burg) gegrün­det. Unter­stützt wird der Rad­ent­scheid Bay­ern vom BUND Natur­schutz (BN) und fünf baye­ri­schen Lan­des­ver­bän­den poli­ti­scher Par­tei­en (Bünd­nis 90/Die Grü­nen, SPD, ÖDP, DIE LIN­KE, Volt)
Ziel ist ein Rad­ge­setz für Bay­ern, das die Staats­re­gie­rung und Kom­mu­nen ver­pflich­tet, umwelt­freund­li­che Mobi­li­tät prak­tisch umzusetzen.

Ein­la­dung zur Auf­takt­pres­se­kon­fe­renz am 2. Juni 2022

Mün­chen, 25. Mai 2022


Pres­se­ein­la­dung

Radentscheid Bayern Logo

Zur Pres­se­kon­fe­renz „Ein Rad­ent­scheid für Bayern“

Sehr geehr­te Medienvertreter:innen,

zum Welt­fahr­rad­tag am 3. Juni 2022 kün­digt ein Bünd­nis aus Ver­bän­den, Initia­ti­ven und Par­tei­en den Rad­ent­scheid Bay­ern an. Durch das Volks­be­geh­ren soll im Frei­staat end­lich der feh­len­de Rah­men für eine ech­te Rad­ver­kehrs­för­de­rung geschaf­fen werden.

Wann: am 2. Juni 2022, 11.00 – 12.00 Uhr

Wo: Max-Joseph-Platz, 80539 München

Mit:
Ber­na­det­te Felsch (ADFC Bay­ern)
Prof. Andre­as Kager­mei­er (VCD Bay­ern)
Pau­lus Guter (Bünd­nis der baye­ri­schen Rad­ent­schei­de)
Mar­tin Geil­hu­fe (BUND Natur­schutz in Bay­ern)
Tho­mas von Sar­now­ski (Bündnis90/Die Grü­nen Bay­ern)
Andre­as Schus­ter (Bay­ern­SPD)
Emi­lia Kir­ner (ÖDP Lan­des­ver­band Bay­ern)
Kath­rin Flach-Gomez (DIE LIN­KE. Lan­des­ver­band Bay­ern)
Phil­ipp Schmie­der (Volt Bayern)

Der Ter­min ist für Fern­seh- und Foto­auf­nah­men geeignet.

Wenn Sie an der Pres­se­kon­fe­renz teil­neh­men möch­ten, bit­ten wir Sie um Anmel­dung mit
Ihrer Redak­ti­ons­adres­se bis 31. Mai 2022 unter presse@radentscheid-bayern.de.

Wir freu­en uns über Ihre Rück­mel­dung und ste­hen Ihnen bei Fra­gen ger­ne zur Verfügung.

Mit freund­li­chen Grüßen,

Rad­ent­scheid Bay­ern
Lau­ra Gans­windt
Pres­se­spre­che­rin ADFC Bay­ern
Tel.: 0160/8544366
E‑Mail: presse@radentscheid-bayern.de

Über das Bündnis

Das Bünd­nis „Rad­ent­scheid Bay­ern“ wur­de vom All­ge­mei­nen Deut­schen Fahr­rad-Club (ADFC) Bay­ern, vom baye­ri­schen Lan­des­ver­band des Ver­kehrs­Club­Deutsch­land (VCD) und den 11 kom­mu­na­len baye­ri­schen Rad­ent­schei­den (Augs­burg, Bam­berg, Bay­reuth, Erlan­gen, Frei­sing, Mün­chen, Nürn­berg, Neu-Ulm, Regens­burg, Rosen­heim, Würz­burg) gegrün­det. Unter­stützt wird der Rad­ent­scheid Bay­ern vom BUND Natur­schutz (BN) und fünf baye­ri­schen Lan­des­ver­bän­den poli­ti­scher Par­tei­en (Bünd­nis 90/Die Grü­nen, SPD, ÖDP, DIE LIN­KE, Volt).
Ziel ist ein Rad­ge­setz für Bay­ern, das die Staats­re­gie­rung und Kom­mu­nen ver­pflich­tet, umwelt­freund­li­che Mobi­li­tät prak­tisch umzu­set­zen.
Alle Infor­ma­tio­nen zum Rad­ent­scheid Bay­ern gibt es ab 2. Juni 2022 unter https://radentscheid-bayern.de.

Der voll­stän­di­ge Text des Rad­ge­set­zes ist verfügbar

Vollständiger Text des Entwurf für das Radgesetz Bayern

Für die­je­ni­gen, die es ganz genau wis­sen wol­len: der voll­stän­di­ge Text für den Ent­wurf eines Rad­ge­set­zes Bay­ern kann hier auf der Home­page des Rad­ent­scheids Bay­ern abge­ru­fen werden.

Aller­dings ist es aus for­ma­len Grün­den (der gesam­te Unter­schrif­ten­bo­gen mit dem Geset­zes­text muss ent­we­der auf einem Bogen gedruckt oder fest gebun­den sein) nicht mög­lich, dass der Unter­schrif­ten­bo­gen selbst zum selbst aus­dru­cken her­un­ter gela­den wer­den kann.

Wer Unter­schrif­ten­bö­gen zum indi­vi­du­el­len Sam­meln erhal­ten möch­te, kann sich entweder

Ziel 1: 25 Pro­zent Rad­ver­kehrs­an­teil bis 2030

Ziel 2: 25 Prozent Radverkehrsanteil bis 2020

Der Rad­ver­kehrs­an­teil am Gesamt­ver­kehrs­auf­kom­men soll bis 2030 bay­ern­weit 25 Pro­zent betragen.

Die Staats­re­gie­rung hat zwar bereits 2017 ver­spro­chen, den bay­ern­wei­ten Rad­ver­kehrs­an­teil bis 2025 von 10 % auf 20 % zu ver­dop­peln, hat die­ses Ziel aber weder mit Maß­nah­men noch mir Res­sour­cen hin­ter­legt. Der Aus­bau der Rad­in­fra­struk­tur geht nur schlep­pend vor­an. Noch immer feh­len an weit über der Hälf­te der Staats- und Bun­des­stra­ßen Rad­we­ge. Folg­lich ist es kein Wun­der, dass der Rad­ver­kehrs­an­teil seit­her nur um ein Pro­zent­punkt auf 11 % gestie­gen ist: Rad­we­ge, Abstell­an­la­gen und Rad­mit­nah­me­mög­lich­kei­ten feh­len in vie­len Städ­ten und Gemein­den oder sind häu­fig so dürf­tig und unsi­cher, dass sie nicht zum Rad­fah­ren einladen.

Auch der Aus­bau von siche­ren Rad­ver­bin­dun­gen zwi­schen den Städ­ten, Gemein­den und Orten ent­lang oder par­al­lel zu Staats­stra­ßen, der Frei­staat zustän­dig ist, hinkt vie­len ande­ren Bun­des­län­dern hinterher.

Damit mehr Men­schen öfter vom Auto aufs Fahr­rad umstei­gen und das Ziel von merk­lich mehr Fahr­rä­dern auf den Stra­ßen und Rad­we­gen erreicht wer­den kann, müs­sen sich Rad­fah­ren­de siche­rer füh­len. Eine ent­spre­chen­de Infra­struk­tur schafft mehr Sicher­heit für Rad­fah­re­rin­nen und Rad­fah­rer – sub­jek­tiv und objektiv.

Ziel 3: Visi­on Zero im Straßenverkehr

(= kei­ne Ver­kehrs­to­ten mehr)

Ziel 1: Vision Zero Photo: Tobias-Hase-REM

Das Ziel der „Visi­on Zero“ soll end­lich Rea­li­tät wer­den.
Der Frei­staat soll kon­se­quent das Ziel ver­fol­gen, dass sich in Bay­ern kei­ne Ver­kehrs­un­fäl­le mit schwe­ren Per­so­nen­schä­den oder Todes­fol­gen mehr ereig­nen (Visi­on Zero). Hier­für ist eine feh­ler­ver­zei­hen­de Infra­struk­tur sowie mehr geschütz­ter Raum für den Fuß- und Rad­ver­kehr uner­läss­lich.
Der Schutz von schwä­che­ren Verkehrsteilnehmer:innen, ins­be­son­de­re auch von Kin­dern und Senior:innen, muss  obers­te Prio­ri­tät haben – z. B. durch Tem­po­be­schrän­kun­gen und eine klar vom Kfz-Ver­kehr getrenn­te Fuß- und Radwegführung.

§ 1 der Stra­ßen­ver­kehrs­ord­nung (StVO) for­dert, dass der Ver­kehr durch stän­di­ge Vor­sicht, gegen­sei­ti­ge Rück­sicht­nah­me und Respekt aller Ver­kehrs­teil­neh­men­den geprägt sein soll. Wir wol­len, dass ein gutes Mit­ein­an­der im Stra­ßen­ver­kehr in Bay­ern auch Rea­li­tät wird.

Hier­für müs­sen die zustän­di­gen Behör­den zum Schutz der schwä­che­ren Verkehrsteilnehmer:innen ver­stärkt kon­trol­lie­ren und Ord­nungs­wid­rig­kei­ten, wie z. B. gefähr­den­des Par­ken auf Geh- und Rad­we­gen oder absicht­li­che Nöti­gung auch sanktionieren.

Ableh­nung Rad­ge­setz im Baye­ri­schen Landtag

ADFC Landesverband Bayern Logo
VCD Landesverband Bayern Logo

Gemein­sa­me Pres­se­mit­tei­lung von ADFC Bay­ern und VCD Bay­ern zur Ableh­nung der Ent­wür­fe für ein Baye­ri­sches Radgesetz:

Bay­ern braucht ein Radgesetz

ADFC Bay­ern und VCD Bay­ern for­dern ein grund­sätz­li­ches Umden­ken in der Ver­kehrs­po­li­tik.
Die zwei Ver­bän­de appel­lie­ren gemein­sam an die baye­ri­sche Staats­re­gie­rung, zur För­de­rung des Rad­ver­kehrs end­lich einen ver­bind­li­chen Rah­men zu schaf­fen. Der Baye­ri­sche Land­tag hat am 10. März 2022 die Gesetz­ent­wür­fe von SPD und BÜND­NIS 90 / DIE GRÜ­NEN zu einem Baye­ri­schen Rad­ge­setz abgelehnt.

Mün­chen, 11. März 2022Ber­na­det­te Felsch, Vor­sit­zen­de des ADFC Bay­ern, kom­men­tiert die Rad­ge­setz-Ableh­nung in der 2. Lesung des Baye­ri­schen Land­ta­ges: „Natür­lich über­schat­tet der Ukrai­ne-Krieg gera­de alles. Die Ableh­nung des Rad­ge­set­zes durch CSU, Freie Wäh­ler, FDP und AfD im Baye­ri­schen Land­tag mag des­halb momen­tan unwich­tig erschei­nen. Zugleich wird uns aber dras­tisch unse­re Abhän­gig­keit von fos­si­len Brenn­stof­fen bewusst. Alter­na­ti­ven zu gesund­heits­schäd­li­cher fos­si­ler Mobi­li­tät sind des­halb noch wich­ti­ger gewor­den. Wir brau­chen also mehr denn je enor­me Ver­bes­se­run­gen der Fuß- und Rad­ver­kehrs­in­fra­struk­tur. Schon seit 2018 for­dern wir ein Rad-Gesetz für Bay­ern, das wie das Ber­li­ner Mobi­li­täts­ge­setz den dafür nöti­gen Rah­men schafft! Auch wei­te­re Bun­des­län­der arbei­ten an sol­chen Geset­zen oder haben – wie NRW­be­reits ein Rad­ge­setz beschlos­sen. Bay­ern setzt dage­gen wei­ter auf blo­ße Absichts­er­klä­run­gen und Zie­le, die ohne klar gere­gel­te Zustän­dig­kei­ten, Res­sour­cen und ohne Unter­stüt­zung der Kom­mu­nen lei­der uto­pisch blei­ben.“
Seit­dem 2017 das Rad­ver­kehrs­pro­gramm Bay­ern 2025 ver­kün­det wur­de, das bis 2025 eine Ver­dop­pe­lung des Rad­ver­kehrs­an­teils auf 20 % ver­spricht, ist der Rad­ver­kehrs­an­teil gera­de mal um 1 % auf 11 % gestie­gen. Das zeigt, dass der Rad­ver­kehr in Bay­ern bis­her in Sonn­tags­re­den gewür­digt wird, kaum jedoch in der Rea­li­tät. Wir wün­schen uns strin­gen­te lan­des­wei­te Rah­men­be­din­gun­gen, die im Sin­ne einer ange­bots­ori­en­tier­ten Ver­kehrs­pla­nung zu einer inten­si­ve­ren Nut­zung von Fuß- und Rad­ver­kehr anre­gen. Zusam­men mit einer Stär­kung des ÖPNV ins­be­son­de­re auch im länd­li­chen Raum kann die sys­te­ma­ti­sche För­de­rung des sog. „Umwelt­ver­bun­des“ dazu bei­tra­gen, die Import­ab­hän­gig­keit von fos­si­len Ener­gie­trä­gern signi­fi­kant zu ver­min­dern”, ergänzt Andre­as Kager­mei­er, Vor­stands­mit­glied des VCD Bay­ern.